worte

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INTRO LUNATIAX

 

Nach Jahrtausenden im ewigen Eis

erwärmte sich unser Herz

für den Bruchteil eines unvergesslichen Moments

und mit dieser Botschaft sendeten wir einen Vogel los

und wir sahen

wie hoch oben in jungfräulich kristallklarer Luft

seine Flügel zu Eis erstarrten.

Dise Worte sind keine Metapher

und kein Gedicht

sondern ein Bild,

das wir nicht malen können.

Wieviel Zeit bleibt Euch noch

Angst zu haben?

 Lunatiax nun für Euch.

 

© Copyright Roland Eugen Beiküfner


LUFTSCHLÖSSER

 

Ich fühle mich

wie um die Welt geplättet

als wäre ein Witz

an zu vielen Pointen gestorben

Die Wand an der ich zerschmettern wollte

war durchsichtig von Lügen

Kriegsverbrechen an meiner Seele

Jedes Medienereignis ist ein Erschießungskommando

an meinen Geist

Wie soll mein Erbrechen davon

noch ein Event sein

Mein Kopf ist nur noch eine Redaktion

zum Erhalt meines Körpers

in dem das Wort Gesellschaftl

nur Wunschvorstellungen hervorbringt

die kein Herz erfüllen kann

Meine Ohren sich erschöpfen

von all dem Lärm der Wichtigen

deren Onanie sich lächerlich stürzt

den Schmerz der eigenen Existens

zu spüren und doch nicht ertragen

All dies empfinde ich

wie eine brutale Verstopfung meiner Sinne

Und doch nehme ich diesen perversen Staub

und baue Luftschlösser

um sie in den Wind zu blasen

den dieser Moment mir bietet

 

© Copyright Roland Eugen Beiküfner

 

 

DER VERRAT

 

Ich bin die Zahl die brauchst

Ich bin das Geld das dich dreht

Ich bin der Schein der dich baut

Ich bin die Hand die dich zieht

Ich bin die Rinde deines Kleingehirns

 

Ich bin der Wald den du suchst

Ich bin das Wild das du lebst

Ich bin das Kind das dich säugt

Ich bin das Loch das dich hält

Ich bin der Zaun über den du springen musst

 

Ich bin der Tau der dich nässt

Ich bin der Schweiss der dich wärmt

Ich bin der Kuss der dich zähmt

Ich bin der Wind der dich schlägt

Ich bin das Haus aus dem du Feuer holst

 

Ich bin das Wort das du tritts

Ich bin das Lied das du lügst

Ich bin der Schein den du wirfst

Ich bin die Zahl die du biegst

 

Ich bin der Vorhang deiner Fantasie

Ich bin das Tier das du noch zähmen musst

 

Ich bin der Berg den du noch leben musst

 Ich bin das Buch das du geschrieben hast

 

© Copyright Roland Eugen Beiküfner

SCHÖNER TAG

 

Gestern war ein schöner Tag

nichts Aufregendes

nichts Besonderes

nichts Außergewöhnliches

ist geschehen

und trotzdem

war gestern ein schöner Tag

 

Die Tage zuvor

habe ich immer gedacht

an Morgen, an Gestern, an Dich

habe geplant

mit wenn und aber

und mir Sorgen gemacht

aber gestern

gestern habe ich gelebt

einfach nur gelebt

gestern war ein schöner Tag

 

© Copyright Roland Eugen Beiküfner


ERZÄHL DEN VÖGELN

 

Erzähl den Vögeln

Sie machen keine Show

Die Frau die ich liebe

Das ist wie fliegen

durch einen Regenbogen

denn der Regen

hat keine Farbe

und Tropfen, Tropfen

Tropfen

sind wie Menschen

wenn sie aufprallen sind sie tot

und die Liebe war nur die Wolke

Fliege, fliege

fliegen nicht im Regen

und die Vögel hungern wie ich

Meine Frau

ist wie ein Regenbogen

die Wahrheit steht in Bild

und ich

ich

kauf mir Gefühle

wie andre Regenbögen

kauf mir Gefühle

von Paris bis Dakar

denn ich

ich

ich

 möcht kein Vogel sein

 

 © Copyright Roland Eugen Beiküfner

 

ABSCHIED IN GLAS

 

Auf einem Seil aus Glas

gespsnnt vom zur Erde

auf dieser weiten Bahn

ich Tropfen gleiten lassen werde

gleich einer Perlenkette meiner Tränen

mag Euch einst dies Bild erscheinen

um unsere wenigkeit

erspart Euch zum Abschie das Weinen

 

© Copyright Roland Eugen Beiküfner